Diese FAQ richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer, die Debian bewusst puristisch einsetzen und sich fragen, warum TGG Debian an einigen Stellen andere Entscheidungen trifft.
Ist TGG Debian noch „richtiges Debian“?
Ja. TGG Debian basiert vollständig auf Debian Stable und nutzt ausschließlich offizielle Debian-Repositories sowie offizielle Debian-Backports. Es werden keine inkompatiblen Forks, keine fremden Paketmanager und keine versteckten Automatismen eingesetzt.
TGG Debian ersetzt Debian nicht, sondern trifft bewusste Desktop-Entscheidungen auf Basis von Debian.
Warum sind Backports standardmäßig aktiviert?
Debian Stable ist extrem stabil, bringt aber bewusst ältere Versionen von Kernel, Mesa und Firmware mit. Auf moderner Hardware kann das zu Grafikproblemen oder fehlender Unterstützung führen.
TGG Debian aktiviert offizielle Debian-Backports, um neue Hardware zuverlässig nutzbar zu machen. Backports sind ein offizieller Bestandteil des Debian-Projekts und genau für diesen Zweck vorgesehen.
Warum ist die Firewall UFW standardmäßig aktiv?
TGG Debian ist in erster Linie ein Desktop-System. Ein Desktop benötigt üblicherweise keine offenen eingehenden Netzwerkdienste.
Die aktivierte Firewall bietet einen einfachen Grundschutz, insbesondere für Einsteiger. UFW kann jederzeit deaktiviert oder angepasst werden und stellt keine dauerhafte Einschränkung dar.
Warum unterstützt TGG Debian NVIDIA-Treiber, auch proprietär?
Moderne NVIDIA-Grafikkarten funktionieren in der Praxis häufig nur eingeschränkt oder gar nicht ohne den offiziellen Treiber.
TGG Debian bietet daher eine optionale NVIDIA-Installation an. Dabei kann der Nutzer selbst entscheiden, ob Open- oder proprietäre Treiber verwendet werden. Es wird nichts erzwungen, sondern eine funktionale Wahl angeboten.
Warum wird Flatpak verwendet?
Flatpak wird in TGG Debian gezielt eingesetzt und ersetzt APT nicht.
In bestimmten Fällen, etwa bei KDE-Anwendungen unter Cinnamon oder bei Programmen mit sehr vielen Abhängigkeiten, ist Flatpak die sauberere Lösung. Ziel ist ein schlankes Basissystem mit möglichst wenigen unnötigen Abhängigkeiten.
APT bleibt der Standard-Paketmanager.
Warum gibt es einen eigenen TGG-Assistenten?
Der TGG-Assistent dient als Einstiegshilfe und Orientierungshilfe.
Er installiert keine Software automatisch, ersetzt kein Wissen und trifft keine Entscheidungen für den Nutzer. Stattdessen erklärt er Optionen, bietet Vorschläge und überlässt die Kontrolle vollständig dem Anwender.
Warum ist Firefox vorkonfiguriert?
Firefox ist der Standardbrowser in Debian.
In TGG Debian ist Firefox mit grundlegenden Datenschutzeinstellungen und einem Werbeblocker vorkonfiguriert. Diese Einstellungen sind transparent, jederzeit änderbar und vollständig entfernbar.
Warum verwendet TGG Debian ein eigenes Theme?
Debian hatte nie ein einheitliches visuelles Erscheinungsbild.
Das in TGG Debian verwendete Theme verbessert den Ersteindruck und die Benutzerfreundlichkeit, ohne systemrelevante Komponenten zu verändern. Es ist vollständig austauschbar und beeinflusst weder Stabilität noch Funktionalität.
Für wen ist TGG Debian nicht gedacht?
TGG Debian richtet sich nicht an Nutzer, die Debian bewusst vollständig unverändert einsetzen möchten oder ausschließlich Server betreiben.
Für diese Anwendungsfälle ist klassisches Debian Stable weiterhin die beste Wahl.
Zusammenfassung
TGG Debian ersetzt Debian nicht und verändert Debian nicht fundamental.
Es trifft transparente und bewusste Entscheidungen für den Desktop-Einsatz, bleibt jederzeit rückbaubar und respektiert die Grundprinzipien von Debian.
Ziel ist ein praxisnahes Debian mit funktionierenden Defaults – ohne Zwang und ohne versteckte Entscheidungen.
